Die Bombe platzt…

Im April 2013 kam die Ernüchterung, wir bekamen ein Schreiben der Stadt Sankt Augustin, in dem man uns vorwarf, gegen den Bebauungsplan zu verstoßen und mit unserem Garten (genauer mit unserem Zaun, unserer Hecke, unserem Gartenhaus und dem Baum) die Feuerwehrzufahrt zu den Häusern der Ankerstraße versperren würden.

Sprachlos fragten wir uns zuerst, welche Feuerwehrzufahrt hier gemeint hätte sein können, denn es gab für uns ersichtlich keine, schon gar nicht im hinteren Bereich der Häuser Ankerstraße 8-14.

Wir haben gleich einen Anwalt mit ins Boot geholt und sind im April 2013 dann zu dritt zu einem Gespräch in das Bauamt der Stadt Sankt Augustin gegangen.
Im Verlaufe dieses Gespräches wurde uns von Seiten der beiden Mitarbeiterinnen Frau H. und Frau O.  gesagt, dass wir uns beruhigen könnten, man hätte gar nicht vor, über unser Grundstück den zweiten Rettungsweg für die rückwärtigen Wohnungen der Ankerstraße herzustellen, man wäre gerade dabei eine bessere Lösung zu finden.

Davon unbenommen hatten wir und unser Anwalt gleich im ersten Gespräch mit den beiden Mitarbeiterinnen des Bauamtes darum gebeten, in alle stattfindenden Treffen mit den beteiligten Parteien und bei eventuellen Prozessen auch ein- oder beigeladen zu werden – was von Seiten der Mitarbeiterinnen begrüßt wurde.

Wir haben auch um Einsicht in unsere Bauakte gebeten, für die man uns dann nach mehrfachen schriftlichen Anfragen dann einige Wochen später auch in der Verwaltung Kopien gemacht hat.

Somit hatten wir erstmals Unterlagen vorliegen.

In der Zwischenzeit wurde auch unser Nachbar (Mendener Straße 69) dazu aufgefordert seinen Zaun zu entfernen. 
Am 20. Juni 2013 allerdings erhielten auch wir das Schreiben über unseren Anwalt den Zaun unseres Nachbarn zu entfernen.

Ich erinnere mich, dass ich das Schreiben gleich entsorgen oder eher gar nicht beachten wollte, aber unser Anwalt mich darauf hinwies, wenn ich nicht antworten würde könnte das Konsequenzen haben. Das ist auch wieder ein Beispiel, die Verwaltung behauptet etwas, ohne es nachzuprüfen.
Sollte man dann – da nicht jeder im Verwaltungsrecht bewandert ist – das nicht gleich so klarstellen, wie es dann vonnöten ist,  muss man mit Konsequenzen rechnen. Das wäre der Fall gewesen hätten wir geschrieben das das nicht unser Zaun ist.

Brav schrieben wir also, das der Zaun entfernt ist, dass es sich aber nicht um unseren Zaun gehandelt hat, wir diesen, wäre es unserer gewesen, aber natürlich auch entfernt hätten. 

Danach war dann Ruhe – so viel und so lange Ruhe, dass wir fast schon dachten, da käme wohl nichts mehr…