Was war in den Jahren 2008 bis 2013?

 

Es klafft eine große Lücke in unserer Bauakte

Was ja eigentlich nicht verwunderlich ist, nach einer Fertigstellung muss ja kein weiterer Schriftverkehr vorhanden sein, allerdings ist in 2008 noch eine Frist gesetzt worden, die dann im Sande verlaufen zu sein scheint…

Das letzte Schreiben, das wir in der uns im Juli 2013 zur Verfügung gestellten Bauakte (dass diese in verschiedenen Varianten herausgegeben wurde haben wir durch den Vergleich mit den Kopien der Gerichtsakten ersehen können!) haben wir zum einen die Abnahme des Hauses mit dem dazugehörenden Gebührenbescheid datiert auf den 17. Juni 2008, dieses Schreiben ging an die Firma PBW-Concept Immobiliengesellschaft mbH, Geschäftsführer Herr W.H., die für die Durchführung der gesamten Bauarbeiten hier zuständig war. 
Gleichzeitig die Schreiben an das Vermessungs- und Katasteramt der Stadt Siegburg und an das Finanzamt Sankt Augustin – Bewertungsstelle – mit dem gleichen Datum 17. Juni 2008.

Zwei Tage später, mit Datum 19. Juni 2008, wurde dann, auch wieder an die PBW-Concept Immobiliengesellschaft mbH, eine Mängelfeststellung übermittelt.

Es sei eine Feuerwehrzufahrt laut Baulastenblatt Nr 675 Nr. 2 Gemarkung Siegburg-Mülldorf, entsprechend beiliegendem Merkblatt herzustellen.

Weiterhin heißt es dann dass die Bauzustandsbesichtigung Fertigstellung nicht abgeschlossen sei.
Die aufgeführten Mängel sollten bis zum 17. Juli 2008 zu beseitigen sein.

Danach fehlt jeglicher weiterer Schriftverkehr, insbesondere was nach dem 17. Juli 2008 noch gelaufen ist.

Lediglich ein weiterer Vorgang aus August 2008 liegt uns noch vor, dieser ist für uns so bezeichnend – vor allem für alles weitere was hier stattgefunden oder eher gesagt eben nicht stattgefunden hat.

Am 20. August 2008 schrieb der Brandschutzbeauftragte der Stadt Sankt Augustin an die Verwaltung im Hause:  

“bei einer routinemäßigen Überprüfung von Feuerwehrzufahrten für Hubrettungsfahrzeuge im Bereich der Ankerstraße 2 bis 14 wurden erhebliche Mängel im Bezug auf die Flucht- und Rettungswegsituation festgestellt.
Hier ist besonders zu erwähnen, dass die Feuerwehrzufahrt zur rückwärtigen Gebäudeseite mit Hubrettungsfahrzeugen im momentanen Zustand nicht vorhanden ist , d. h. ein Anleitern im Gefahrenfall zur Menschenrettung ist ausgeschlossen (siehe Bilder).*

Aus Sicht des abwehrenden und vorbeugenden Brandschutzes besteht dringender Handlungsbedarf. Ich bitte um Eingangsbestätigung und Prüfung in eigener Zuständigkeit.”

* in dieser Akte sind Bilder der Häuser Ankerstraße 8-14, Grundstück Mendener Straße 63 und Mendener Straße 69 abgebildet, jeweils mit den seit 2008 stehenden Zäunen.

Hier wird ganz deutlich, dass die Stadt, genauer gesagt das Bauamt der Stadt Sankt Augustin nochmals und das eindringlich von ihrem eigenen Beauftragten auf die mangelhafte Situation des zweiten Rettungsweges hingewiesen wurde.

Und dann soll es 5 – ich schreibe es gerne noch einmal aus:  F Ü N F –  weitere Jahre gebraucht haben, bis die Stadt sich darum kümmert.

Beim besten Willen,  das kann es nicht sein – wenn es wirklich so war, ist das eine Riesenschlamperei des Bauamtes der Stadt Sankt Augustin.

Denn hätte die Stadt ihre Pflicht erfüllt, sowohl während der Bauphase hier und/oder allerspätestens 2008, dann hätte folgendes nicht passieren können:

Es wäre dem Herrn W. H. von einer bekannten Sankt Augustiner Immobiliengesellschaft nicht möglich gewesen uns das Haus mit einem falschen Lageplan zu verkaufen. Denn wir hätten das Haus nicht mit einem eingezäunten Garten, sondern mit einer Feuerwehrzufahrt statt dessen im Garten vorgefunden.

Dass wir das Haus unter diesen Gesichtspunkten nicht gekauft hätten, wäre uns das ersichtlich gewesen, muss sicherlich nicht nochmal erwähnt werden.

Wir gehen sogar noch einen Schritt weiter, wieso werden öffentliche Lasten nur in ein Baulastenverzeichnis eingetragen, in die ein Hauskäufer nur dann Einsicht verlangen wird, wenn er weiß, dass ein solches existiert.
Es muss zwingend auch ein Vermerk im Grundbuch darüber eingetragen werden. Im Grundbuch müssen privatrechtliche Lasten und Pflichten eingetragen werden und dieses muss ein Immobilienmakler vorlegen.
Somit könnte auch dem Betrug durch dubiose und zwielichtige Immobilienmakler ein Riegel vorgeschoben werden!