Wie alles begann…

Ein ganzes Haus zu haben war immer unser Traum.
Relativ spät haben wir uns dazu entschlossen, doch noch einmal nach einem bezahlbaren Haus zu suchen, da wir ja nicht mehr so jung und unsere Kinder beide schon Teenager waren.

Schon zu der Zeit waren im Großraum Bonn die Häuser sehr teuer, daher haben wir uns nach alternativen Orten umgesehen; wo die Infrastruktur dennoch stimmt, Anbindungen an Bus und Bahn für die Kinder gegeben sind und wir uns ein klein wenig entfalten können.

Eine Immobiliengesellschaft aus Sankt Augustin hat unser späteres Haus über Immobilienscout angeboten und im März 2010 haben wir unser Interesse bekundet.
Wir bekamen dann von ihnen das Exposee geschickt, in dem alle relevanten Daten enthalten waren – unter anderem auch einen (heute wissen wir, dass dieser falsch war!) Lageplan für das Gelände hier.

Im April 2010 konnten wir dann das Haus besichtigen.

Was ein Glück, dass wir beide viel Vorstellungskraft haben, denn im gesamten Haus sah es aus,  als ob es fluchtartig verlassen worden ist.

Küche - ziemlich ekelig!

Küche des Hauses bei der Besichtigung – es hat sich bewegt!

 

Die Küche war von oben bis unten völlig verdreckt, es schimmelten Essensreste vor sich hin und an manchen Stellen hat es sich sogar bewegt.

 

 

Wohnzimmer - eher verwohnt

So sah es im Wohnzimmer aus!

Im Wohnzimmer sah es so aus, als wäre auf einem Beistelltisch gekocht worden.  Überall lagen Dinge herum, achtlos einfach durcheinander, Tapete hing von der Wand und als Überraschung gab es noch volle Windeln!

So zog es sich durch das gesamte Haus – Blutflecken an Wänden und auf den Boden, Haare und alte Einwegrasierer im Bad; überall war nur Dreck und Sperrmüll.

Was uns an dem Haus so gefallen hat mag dann jeder fragen. Nun wir hatten gleich die Vision, wie es aussehen könnte, wenn wir es ändern und so einrichten, wie wir uns das vorstellen.

Garten linke Seite

Garten zu unserem direkten Nachbarn

Auch der Garten, der für das Baujahr 2005 erschreckend ausgesehen hat, war für mich gleich einer

Garten rechte Seite

Garten rechte Ecke

leeren Leinwand, ich habe mir ausgemalt, was man daraus machen kann.

Was uns allerdings gleich mehr als unangenehm aufgefallen ist, waren die kleinen Plastiktüten, die überall herumlagen. Darin befand sich Müll, den Bewohner des Mehrfamilienhäuser einfach runter geworfen haben. Später, als der Garten fertig war hat unser Hund immer wieder Unrat, Essensreste, Knochen aller Art im Garten gefunden und natürlich auch gefressen!

In dem Zustand und der Tatsache, dass es wohl in Kürze in die Zwangsversteigerung gekommen wäre, war der Preis, den das Haus kosten sollte auch im Rahmen – wenn das Haus und der Außenbereich gepflegt gewesen wären, wäre es wohl um einiges teurer gewesen.

Wir haben dann im weiteren Verlauf mit einem der Partner der Immobiliengesellschaft die Verhandlungen geführt, der einerseits der Ehemann einer Schulkameradin und auch der ehemalige Bauträger der Hofanlage war. Das war für uns damals ein glücklicher Zufall, so hatten wir gedacht mehr und detailliertere Informationen bekommen zu können und hatten nicht wirklich angenommen “betrogen” zu werden.

Die Aufteilung, die Lage und das Potenzial, dass wir gesehen haben, hat uns dann schnell zu dem Entschluss kommen lassen, das Haus zu kaufen.
Die Frage, ob wir im Garten tun und lassen könnten wie wir das wollten, oder ob es hier Vorgaben gibt, wurde uns so beantwortet, dass wir unseren Ideen freien Lauf lassen könnten.
Da sich auf der Mauer der Tiefgarage neben unserem Grundstück eine Tür befand, habe ich auch noch gefragt, ob wir hier im Brandfalle der Mehrfamilienhäuser irgendetwas beachten müssten, aber auch hier wurde mir gesagt, dass nichts zu beachten wäre.

Wir haben dann also im Mai einen Notar-Termin gehabt, bei dem sowohl die vorherigen Eigentümer als auch der Vertreter der Immobiliengesellschaft/ehemalige Bauleiter anwesend waren.
Im Verlaufe der Verlesung des Vertrages wurde von Seiten des Notars auf die Einsicht ins Baulastenverzeichnis hingewiesen, die man hätte vornehmen können.
Der Notar hat dieses nicht vorgenommen.
Die anwesenden Vorbesitzer des Hauses haben beide verneint, dass es eine Baulast auf dem Grundstück gäbe.
Der anwesende Vertreter der Immobiliengesellschaft/ehemalige Bauleiter – der es ja hätte wissen müssen!! – verneinte ebenfalls, dass es eine Baulast auf dem Grundstück gäbe.
Lediglich ein Wegerecht auf dem Gemeinschaftsgrundstück für das ehemalige Bauernhaus gab es, die ist auch im Grundbuch eingetragen!

Somit sind wir seit dem 01. Juli 2010 Eigentümer des Hauses geworden.