noch unser Garten

Wieso sprechen wir von Schlamperei

Wieso wir behaupten dass geschlampt worden ist:

Zunächst ist es so, dass weder bei der Erstellung der Häuser in den 70er Jahren und auch später überhaupt über einen zweiten Rettungsweg in den Häusern nachgedacht worden ist, das wurde selber vom Bauamt bei einem Gesprächstermin eingeräumt. 
Man bezieht sich immer auf die gültige Bauordnung aus dem Jahr, in dem die Häuser bewilligt und gebaut worden sind. Damals war das wohl noch nicht so wichtig – die heute noch stehenden Teppichstangen im Garten waren allerdings verpflichtend.

Aber auch nachdem die Rufe nach dem Brand 1996 am Flughafen Düsseldorf für mehr Sicherheit im Brandfall in Deutschland laut geworden sind,  hat man hier nicht wirklich reagiert. 

Das Gelände, auf dem heute die Einfamilienhäuser standen, war der Bauernhof des ehemaligen Ortsvorstehers von Sankt Augustin Mülldorf,  seiner Verwaltung gehört auch eines der Mehrfamilenhäuser gehört (Haus 12 – das Treppen anbringen müsste!) – so wir wissen.

Wenn man unsere Adresse  in Google Earth eingibt, und dann in der Zeitschiene bis zum Jahr 2003 oder auch 2004 zurück geht, sieht man die Scheunen und links daneben Bäume – das waren Nadel- und Obstbäume – und, das Gelände war immer vollständig umzäunt.

Zu keinem Zeitpunkt war von der Mendener Straße oder dem Teil das heute Mendener Straße 69-73 ist, eine fußläufige Erreichbarkeit der Wohnungen im hinteren Bereich der Häuser Ankerstraße 10, 12 oder 14 gegeben.

Im Übrigen steht unser Haus genau dort, wo die linke hintere Ecke der Scheune ist, die neben der Tiefgarage liegt.

Nun, dann wurde ja der Bebauungsplan geschaffen – so wie es uns von einem Ratsmitglied gesagt wurde, war bei der Abstimmung im Rat wohl noch keine Rede von der Nutzung von Teilen der Grundstücke für den zweiten Rettungsweg der Häuser der Ankerstraße die Rede gewesen.
Das habe man im Verlaufe der Erstellung des vorhabensbezogenen Bebauungsplan dann noch eingefügt.
Die Frage, wieso man nicht gleich die Grundstücke anders eingemessen und direkt mit um die notwendige Fläche im Eigentum des Vorbesitzers gelassen hat, muss man sich ja nicht wirklich stellen!

Nun denn, wie es im vorhabensbezogenen Bebauungsplan steht, sollten die Flächen „mit Baulast zu sichern“ sein.
Hier nun die erste Schlamperei – diese Baulast enthielt einen Formfehler und ist somit 2015 vom Verwaltungsgericht Köln als nichtig erklärt worden – hier könnte man sagen „nur durch ein Formfehler“ – aber es ist ein Fehler, der wenn alles zur rechten Zeit umgesetzt worden vielleicht keiner gewesen wäre

Diese ist verknüpft mit der zweiten Schlamperei, die man sicherlich auch in mehrere aufteilen könnte: 
Die Bauarbeiten sind 2005 begonnen worden. 
In dieser Zeit hätte ja gleich die Umsetzung der Befestigung der Flächen für den zweiten Rettungsweg begonnen werden können.
Aber weit gefehlt!
Es ist rein gar nichts gemacht worden!
Denn zum einen sind die Flächen weder befestigt, noch als „Feuerwehrzufahrt“ ausgewiesen und beschriftet noch im weiteren Verlauf um an die Rückseite der Häuser Ankerstraße 12 oder gar 10 zu kommen im Gartenbereich dort irgendwelche Vorbereitungen getroffen worden. Somit wäre die „Zufahrt“ spätestens an dem Anfang des Grundstück des Hauses Ankerstraße 14 zu Ende gewesen! 

Wir konnten uns ein Grinsen nicht verkneifen, als wir durch den Vorstoß des Journalisten erfahren haben, dass die Stadt von dem ehemaligen Bauleiter erfahren haben soll, dass auf den Grundstücken 69 und 63 Befestigungen eingebracht seien. Es lägen allerdings die Unterlagen im Moment noch nicht vor!
Bauschutt ist unter der Oberfläche, aber nicht tief, ansonsten hätten wir hier nicht fräsen können. Den Boden haben wir  mehrfach gefräst in der Zeit als wir den Rasen gemacht haben – und haben auch neuen Boden eingebracht!
Nun wenn es die selbe Quelle ist, die uns gegenüber behauptet hat, es gäbe keine Baulast, dann wundere ich mich über den Zustand hier beileibe nicht!

Für uns fängt die absolute Schlamperei 2008 an:

Wie in diesem Beitrag (Was war in den Jahren von 2008 bis 2013) berichtet gibt es aus 2008 eine Abnahme unseres Hauses und dann eine Mängelfeststellung – die mit Fristsetzung von einen Monat bis  Juli 2008 Herrn W.H. zur Fertigstellung der Feuerwehrzufahrt verpflichten sollte.

Hier die dritte Schlamperei, es ist nichts passiert! Es fehlen jegliche Hinweise auf weiteren Schriftverkehr, irgendwelche Konsequenzen gegen den Vertragspartner Herrn W. H., der hier verantwortlich gewesen wäre….

Und als Krönung die vierte Schlamperei aus 2008 nach der man spätestens hätte reagieren müssen – das Schreiben des Brandsachverständigen dann aus August 2008 an die Verwaltung mit Fotos und den eindringlichen Hinweisen.

Es dauerte dann 5 Jahre, ich betone >>FÜNF Jahre<< bis die Verwaltung reagiert hat. Und da spricht das Bauamt davon, dass man in 2013 bei einer routinemäßigen Überprüfung festgestellt hätte, dass der zweite Rettungsweg für die Bewohner der Wohnungen im hinteren Bereich der Häuser Ankerstraße 8-14 nicht vorhanden sei.