Wir nehmen nun doch alles selber in die Hand

Nachdem auch unsere Nachbarn durch die „Feuerwehrzufahrt“ große Einschränkungen haben, hat sich währen Gesprächen herausgestellt, dass eine Nachbarsfamilie selber vor dem Kauf und Bezug des Einfamilienhauses in der Ankerstraße 8 gewohnt hat.

Sie haben dann mit früheren Nachbarn aus dem Mehrfamilienhaus gesprochen, die gar nicht abgeneigt wären, einen Rettungsweg hinter dem Haus zu haben, denn dann wäre auch für sie im Falle eines Brandes gesichert, dass sie gerettet werden können.

Nachdem wir von dieser Nachricht sehr überrascht waren, haben unsere Nachbarin und ich beschlossen, die Eigentümer des Hauses Ankerstraße 8 zu befragen und sind am 16. Juli 2017 von Tür zu Tür gegangen um Gespräche zu führen.

Neben der ersten Willensbekundung haben wir direkt noch eine weitere erhalten – allerdings war danach bei vielen der Eigentümern zuerst eine  sehr ablehnende Haltung zu verspüren.

Wir sahen uns einigen Argumenten gegenüber gestellt, die wir richtig stellen mussten.

Hier war zuerst die Sprache davon, dass es eine Feuerwehrzufahrt über den ehemaligen Hof,  bis die Einfamilienhäuser gebaut worden sind, immer gegeben hätte und wir diesen dann versperrt hätten.
Das ist nicht der Fall, es gab nie eine Feuerwehrzufahrt für die Häuser der Ankerstraße 8-14, hier zwei Aufnahmen aus den Jahren 2003 und 2004 von Google Earth aus diesen Jahren:

Hofstelle Mendener Straße 2003

Hofstelle Mendener Straße, man sieht von der Tiefgarage einen Zaun an die Ecke des Hauses 14 und links vom Hof den mit Bäumen bewachsenen Hühnerauslauf!

Aufnahme aus 2004

Aufnahme aus 2004 – noch deutlicher der Baumbewuchs, kein Anzeichen von einer Feuerwehrzufahrt.

Dieser Anfeindung sahen wir uns bei vielen Eigentümern konfrontiert.

Ein weiterer Punkt ist, dass die meisten Eigentümer davon ausgehen,  dass sie für die Herstellung der Befestigung für die Rettungszufahrt für gesamte Länge ihres Hauses aufkommen müssten, hier muss es alte Pläne der Verwaltung geben, die dieses gefordert hatten, wir versuchen diese Unterlagen noch zu bekommen.

Das müssen allerdings die Häuser 10, 12 und 14 tragen, denn es geht in erster Linie um die Erreichbarkeit der Rückwärtigen Wohnungen dieser Häuser. Zumal die Urteile des Verwaltungsgericht Köln zu den Ordnungsverfügungen zur Errichtung von feuerfesten Treppen für die Häuser 10 und 12 rechtskräftig und vor allem vom Gericht auch als verhältnismäßig angesehen worden ist.

Ein weiterer Punkt ist natürlich dass das Gesamtbild am Haus mit dem Rasen und den Bäumen, die ihnen Sichtschutz bieten, nicht verändert werden sollte. Es muss den Eigentümern gesagt worden sein, dass man alles hinten entfernen müsse und die gesamte Breite des Gartenbereiches asphaltieren müsse.

Hier haben wir dann wieder auf die Forderungen der Stadt Sankt Augustin verwiesen, in denen ganz deutlich von einer Befestigung der Zuwegung in einer Breite von 3 Metern die Rede ist, und man hier Rasen-Gittersteine verlegen könnte, die das Gesamtbild im weitesten erhalten könnte.

Einige der Eigentümer haben darüber hinaus noch Bedenken wegen der Belästigung durch Baulärm und zusätzlich äußerte man große Bedenken in Bezug auf die Befestigungsarbeiten, da man Angst hat, dass diese dem Fundament des Hauses schaden könnten.

Im Zuge der Befragungen haben wir das Schreiben, dass im November 2016 an alle Eigentümer von Seiten der Stadt übermittelt worden ist gesehen.
Das eigentliche Ziel sollte ja sein, dass alle Parteien sich an einen Tisch setzen und eine für alle Parteien adäquate Lösung zur Rettung der Bewohner geschaffen werden kann.

Als ich dieses Schreiben gelesen habe, habe ich allergrößtes Verständnis entwickelt, dass man sich nicht gemeldet hat, bzw. keinerlei Interesse gezeigt hat,  überhaupt Fragen zu stellen.

Die erbetene und auch versprochene und schriftlich noch bestätigte Vorarbeit für einen Gesprächstermin für alle Parteien im November 2015 und März 2016 ist erst im November 2016 umgesetzt und mit diesem Schreiben verfehlt worden.

Noch sind nicht mit allen Eigentümern der Ankerstraße 8 Gespräche geführt worden, es waren einige nicht da und andere haben ihre Wohnung vermietet und wohnen selber an einem anderen Ort.

Wir hoffen nun noch einmal über die Politik einen Zugang zur Verwaltung zu bekommen, da wir an einem Tag mit „Klinkenputzen“ mehr haben erreichen können, als die Verwaltung in den letzten Jahren.

Leider scheint es allerdings nicht gewirkt zu haben, ich habe am Sonntag den 23. Juli wieder einen Vorstoß gewagt, ich habe den Eigentümern allen eine Einladung zu einem kurzfristigen Treffen, da bei uns die Zeit drängt, übergeben, einigen musste ich es in den Briefkasten werfen, anderen habe ich es geschickt.

Heute 18.00 Uhr am 26. Juli 2017 kamen Frau Feld-Wielpütz, Herr Gosemann und Herr Schumacher – CDU und Herr Schumacher Ortsvorsteher von Mülldorf.

Das waren auch alle die gekommen sind.
Sehr ernüchternd vor allem da ich mit mindestens ein paar Eigentümern gerechnet hätte, die vielleicht etwas hätten erfahren wollen.
Aber es scheint keinen zu interessieren.

Ich habe alles versucht – hier das PDF der Einladung – die Eigentümer aus dem Haus 8zu mobilisieren, aber leider hat wohl das, was vorher gewesen ist, dazu geführt, dass man sich nicht mit der Situation auseinandersetzen wollte!

Von den Eigentümern des Hauses Ankerstraße 8 ist leider keiner meiner Einladung gefolgt, sich die Situation hier anzusehen und auch uns kennen zu lernen.

Schade – können wir an dieser Stelle nur sagen, aber absehbar nach dem, was wir hier alles schon erlebt haben.